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Codex Humanus

Glyphosat im Essen – NEIN Danke!

Gyphosat gilt als Pflanzenschutzmittel. Es wirkt dadurch, dass es alle pflanzlichen Organismen restlos ausrottet, bis auf jene, die gentechnisch so verändert wurden, dass sie gegen das Mittel Bestand haben. Monsanto, der Hersteller des Mittels leugnet, dass es giftig sei. 2015 lief die EU Zulassung für Glyphosat aus. NGOs starteten eine Petition. Die Hoffnung auf eine Änderung stieg, aber die Glyphosat Zulassung wurde verlängert. Die EU Kommission schien nicht ausreichend Gründe für ein Glyphosat Verbot zu sehen. Eine Alternative für das giftige Mittel gibt es allemal. Dazu müssen allerdings wieder ältere und robustere Sorten in die Landwirtschaft Einzug finden. In Kürze will der Pharma Konzern Bayer das Saatgutunternehmen und Hauptvertreiber des Herbizids übernehmen und hofft auf eine lange Zulassung. Häufig sind in Online Shops Glyphosat 5 Liter zu finden. Als Hobbygärtner ist es gesetzlich generell nicht zulässig diese zu kaufen. Das Pestizid darf nur in kleineren als 1 Liter Gebinden an Laien verkauft werden. Nachgefragt wird allerdings nicht.

Das Problem Glyphosat in der Landwirtschaft

Das giftige Mittel gilt als häufigstes Pestitid in Europa. Zu den Spitzenreitern gehört auch Österreich. Das Pestizid wird auf land- und forstwirtschaftlich betriebenen Flächen aufgebracht. In Parkanlagen, an Straßenrändern und anderen öffentlichen Grünbereichen wird er ebenfalls aufgebracht. Einige Personen fahren sogar nach Polen um Glyphosat zu kaufen. Dort erhalten sie die Ware günstiger in großen Mengen. Auch ungarische Unternehmen sind auf solche Parallelimporte spezialisiert. Glyphosat sollte man nicht kaufen. Es gibt haufenweise Unkrautvernichter ohne Glyphosat im Handel, die ihren Zweck ebenso erfüllen.

Um ein Verbot zu erreichen, startete Global 2000 im Jahr 2017 eine Bürgerinitiative gegen eine erneute Zulassung des Unkrautvernichters. Greenpeace rief Anfang 2017 zu der Unterschriftensammlung für ein glyphosatfreies Europa auf. Die Organisation war mitinitiierend für die Aktion. Bereits im Juli diesen Jahres waren die erforderlichen Unterschriften für die Petition gegen Glyphosat erreicht. Die Initiative wurde am dritten Juli eingereicht und bewirkte, dass die Kommission dem EU-Parlament Rede und Antwort zu diesem Thema stehen musste. Dass trotzdem mehrstimmig für eine weitere Zulassung bis 2022 entschieden wurde, erscheint dem EU-Kommissar aus Belgien unverständlich. Das Land hat nun die Möglichkeit das Pestizid zumindest im eigenen Land zu verbieten. Einer der Staaten, der bei der zweiten Abstimmung der Europäischen Union für eine erneute Zulassung des Pflanzengiftes stimmte, war Polen. Dort erregt das Herbizid kaum Interesse in den Medien. Deutschland stimmte ebenfalls dafür, allerdings erregte dies Aufruhr und einige Diskussionen im Land.

Der Wirkstoff ist in unterschiedlichen Verdünnungen erhältlich. Glyphosat 450 bedeutet, dass in einem Liter des Produkts 450 g reines Konzentrat enthalten ist. Wer Glyphosat 360 kaufen möchte dem kann man keinen Respekt entgegenbringen.

Pestizide mit diesem Wirkstoff verfügen über einen üblen Geruch, der in Tälern teils tagelang verbleibt und Anrainer zwingt ihre Türen und Fenster geschlossen zu halten, selbst bei schönem Wetter. Das Pestizid gelangt über die Äcker in den Stoffkreislauf und das Ökosystem. Das Unkrautmittel ist Gift für jedes Gewässer. Da es auf Feldern, in Gärten und gegen die Vorschriften auf Wege gespritzt wird, schwemmt es der Regen immer weiter in die nächste Senke. Das Mittel versickert gemeinsam mit dem Regenwasser. Unser Grundwasser wird verseucht. Der natürliche Wasserkreislauf bewirkt, dass das Pestizid ins Trinkwasser gelangt.

Welche Wirkung hat Glyphosat auf die Nahrungsmittelproduktion

Die WHO stufte die Wirkung von Glyphosat in einer Studie als sicher kanzerogen für Tiere und wahrscheinlich krebserregend für den Menschen ein.

Im Dokumentarfilm Tote Tiere – Kranke Menschen wurde unter anderem die Auffälligkeit von Missbildungen bei Ferkeln thematisiert. Der betroffene Landwirt stellte fest, dass die Erscheinung jener ähnelte, die bei Menschen im südamerikanischen Anbaugebiet von gentechnisch verändertem Soja auftrat. Er verzichtete folglich auf glyphosathaltiges Gen-Soja in der Fütterung und die Ferkel der Folgewürfe hatten diese Probleme nicht mehr.

Glyphosat in Lebensmitteln

Glyphosat ist sogar im Bier nachzuweisen. Glyphosat wird in Weinbaugebieten in die Weingärten gebracht, wenn die Knospen beginnen aufzusprießen. So ist das Unkrautvernichtungsmittel auch im Wein zu finden.

Glyphosat im BierDer Wirkstoff ist beim Anbau von Kartoffeln glücklicherweise verboten. Andere Spritzmittel sorgen allerdings für ähnliche Effekte. Sie entlauben das Kartoffelkraut, wodurch die Ernte erleichtert wird. Die Knollen reifen anschließend nur mehr nach.

Bei einer stichprobenartigen Untersuchung von Muttermilch, wurde herausgefunden, dass der Großteil der Proben nachweisbare Rückstände des Wirkstoffs enthielt. Auch im Urin wurde den Frauen mehrheitlich das giftige Mittel nachgewiesen. Die Untersuchung erwies sich als ein echter Skandal, da die Frauen allesamt nicht mit dem Pestizid gearbeitet hatten. Sie müssen es über die Ernährung aufgenommen haben.

Glyphosat verantwortlich für Bienensterben?

Das Pestizid steht im Verdacht das Navigationsverhalten von Bienen stark zu beeinträchtigen. Aus einer Studie geht hervor, dass Honigbienen nach Kontakt mit einer Futterquelle, die mit dem Pestizid belastet war, deutlich länger für den Heimweg zum Bienenstock brauchten als bei einer nicht belasteten Futterquelle.

Die Schuld am Insektensterben kann nicht bei dem Pestizid gefunden werden. Dieser Wirkstoff gilt als Herbizid und ist somit gegen Unkräuter gerichtet und nicht gegen Schädlinge. Was allerdings damit zusammenhängt, dass die Zahl an Insekten drastisch sinkt, ist der fehlende Lebensraum. So trägt auch der Unkrautvernichter dazu bei, dass vielen Tieren ihre Lebensgrundlage genommen wird. Die richtige Menge für konventionelle Landwirtschaft ist somit eine zu hohe Dosierung für Insekten, die die Wildkräuter als Lebensraum brauchen.

Glyphosat Studien

Glyphosat Studien belegen unterschiedliche Standpunkte. Manche sagen über das Herbizid aus, dass es mit der Entstehung von Krebs im Körper zusammenhängt. Andere Studien, hautsächlich die des Vertreibers selbst, belegen das Gegenteil. Das Umweltinstitut München e.V. führte von 2015 bis 2016 eine Untersuchung im Rahmen des Projektes Urinale durch. 2011 Bürger ließen Rückstände von dem Pestizid in ihrem Urin mit Teststreifen nachweisen. Dabei überschritten 79 Prozent der Proben die Grenzwerte. Details der Ergebnisse sind auf der Webseite des Vereins nachzulesen.

Dokumentationen auf Arte wie Roundup*, der Prozess zeigen auf, welche Folgen aus dieser Art der Landwirtschaft entstehen können. Was das Herbizid bei direktem Hautkontakt bewirkt, ist nicht vollends geklärt.

 

Fazit:

Man sollte Glyphosat verbieten und das weltweit. Darüber sind sich Glyphosatgegner und solche des Herstellers einig. Sogar in Tampons ist Glyphosat enthalten, da ein Großteil der heute angebauten Baumwolle genmanipuliert ist und chemischer Pestizide bedarf. Tampons ohne Glyphosat sind keine Selbstverständlichkeit. Man findet sie allerdings, wenn man auch im Bereich der Monatshygiene auf Bio umsteigt. Wer behauptet Glyphosat sei nicht krebserregend ist wohl Lobbyfinanziert. Einen Glyphosat Test in der Apotheke kaufen ist eine Möglichkeit die eigene Belastung mit Glyphosat festzustellen.

Interessante Links:

http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2017-10/glyphosat-monsanto-wissenschaftler-bestechung-eu-kommission

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